„Hoch und trocken“

Oktober 20, 2009 

Boris HerrmannWährend sich die Flotte der Class40s im Schokoladenrennen durch die stürmische Biskaya schlägt, steht bei uns die Hanseboot-Messe und die Meisterschaft der Meister vor der Tür.

Eigentlich sollte ich jetzt den Sonnenuntergang auf der aufgewühlten Biskaya beobachten und dann später die Nacht in der Kajüte unserer Beluga Racer  verbringen, hoffend, dass beim Gegenanbolzen in 40 Knoten Wind alles heil bleibt. Dem ist aber nicht so und das untermauert meine frühere Feststellung: „Skipper ist ein Bürojob.“ Vor ein paar Wochen haben wir entschieden, vom Schokoladenrennen zurückzutreten, um uns auf die Planung zukünftiger Projekte konzentrieren zu können. Selbst wenn ich jetzt den Ausblick über die Biskaya genießen könnte, würde ich gleich an den Navitisch hinabsteigen und mir angucken, wie wir die Front passieren oder die weitere Route abstecken. So oder so, viel verändert sich für mich also nicht, es läuft stets auf Büroarbeit hinaus,  aber für euch, denn leider kann ich in der momentan Planungsphase nicht viel berichten, nur soviel: es ist für mich mindestens so spannend Rennen zu segeln, wie die Teilnahme an Rennen zu planen. Beides liebe ich,  wer mich gut kennt, wird das verstehen, denn insgeheim bin ich ein klein wenig ein Bürotyp.

An dieser Stelle will ich mich für die lange zwischenzeitliche Ruhe auf der Website entschuldigen. Zum Glück steht eine aufregende Woche bevor, von der es hoffentlich viel zu berichten geben wird:

Segelvergnügen erhoffen wir uns am kommenden Wochenende bei der Meisterschaft der Meister. Die Wettfahrten sind nur wenige Minuten lang, Entscheidungen fällt man während eines Wimpernschlags rein aus Intuition. Die Alster sorgt bei unterschiedlichem Leistungsniveau mit lebhaften Winden normalerweise für einen gewissen Ausgleich, dennoch gewinnen auch auf einem kleinen See mit lauter scheinbar zufälligen Winddrehern am Ende immer die besten Segler und die kommen alle, die besten Segler aller Klassen. Wir werden also bestimmt gut ins Schwitzen kommen, Felix Oehme, Max Ziegelmayer und ich, zu Dritt auf einem Laser SB3, einer modernen Kieljolle.

Etwas später in der Woche gibt es noch eine Indoorregatta auf der Hansebootmesse, aber dazu später mehr.

Liebe Grüße,

Boris

Comments

5 Responses to “„Hoch und trocken“”
  1. Christiane B. (Strackerjan) sagt:

    Hallo Boris,
    schön von dir zu hören, Moritz hat schon angedeutet, daß Du am schokoladenrennen nicht teilnimmst.
    Aber du hast recht, schade für uns, kein race tracker, keine aufregung etc. mir fehlt die blaue lady! Und ich muß zugeben: es fällt mir schwer dich als Bürotypen zu sehen!? Wünsch dir auf jeden Fall viel sapß beim planen & den “kleineren Segelvergnügen” :-)
    Lieben Gruß,
    Christiane

  2. Thomas Schroeder sagt:

    och, boris!
    solltest du zuviel im büro sitzen, fahr doch einfach mal wieder “bernadette”, da bekommst du alles geboten, buchführung inklusive schmutzige finger und meilen kriegst du auch aufn tacho und wirst eher selten durch gäste belästigt, na, wirst du schwach?
    humorig wie eh und je

    thomas

  3. Moritz sagt:

    Hallo Boris!
    Schön, wieder von Dir zu hören.Aber Du ein Bürotyp? Deine konzeptionelle Arbeit jetzt stelle ich mir eher als schöpferisches Klären einer komplexen Problematik vor,forschend in neue Bereiche vordringend und das allgemeine Vorhaben immer konkreter gestaltend. Es wäre spannend,daran durch kontinuierliche Berichte teilhaben zu können.
    Liebe Grüße von Ulla und Moritz

  4. jose muñoz sagt:

    hola boris :
    when you posicion in route solidaire du chocolat.
    no posible in de page .
    luck sailing.
    saludos a nina
    lose (negro)

  5. Jörg sagt:

    Hi Boris,
    habe gerade mal wieder die Positionen von Giovanni und Felipe gecheckt - schade, dass du/ihr nicht im Rennen seid.
    Liebe Grüße und gutes Gelingen
    Jörg