„Vorsichtig segeln und hoffen, hoffen, hoffen…“

Juni 9, 2009 

Jede Yacht des Portimão Global Ocean Race war bisher wenigstens einmal von massiven Schäden betroffen – nur die „Beluga Racer“ nicht. Doch jetzt, praktisch wenige Tage vor der finalen Zielflagge, hat es auch die blaue Lady erwischt. Das Inlay der Salinge im Mast ist gebrochen – unmöglich zu reparieren auf hoher See. „Es hält alles noch und steht alles noch“, berichtet Felix Oehme im neuen Podcast mit Timo Cyriacks, doch die Stabilität des Mastes ist natürlich nun beeinträchtigt. „Vorsichtig segeln und hoffen, hoffen, hoffen“, lautet jetzt die Devise – Felix Oehme und Boris Herrmann wollen, sofern die Umstände das erlauben, nichtsdestotrotz versuchen, ohne Stopp nach Portimão weiter zu segeln. Vollgas unter Spinnaker funktioniert nicht mehr, aber der momentane Kurs mit räumlichen Winden ist ein vergleichsweise günstiger für das Segeln ohne intakte Salinge. Über die Möglichkeit eines Reparaturaufenthalts auf den Azoren, einige Hoffnungen und Befürchtungen sowie ein bemerkenswert faires Angebot der „Desafio Cabo de Hornos“-Crew berichtet Felix Oehme außerdem im neuen Podcast – dieses Mal ist das Hören kein reines Vergnügen, aber wohl eine kleine Beruhigung. Wir drücken die Daumen!

Comments

9 Responses to “„Vorsichtig segeln und hoffen, hoffen, hoffen…“”
  1. Jörg sagt:

    Moin Boris, moin Fellix,
    haben gerade den Podcast gehört: segelt vorsichtig, wir hoffen, hoffen, hoffen mit euch und drücken die Daumen! Viel Glück!
    Liebe Grüße aus Oldenburg,
    Jörg und Maria

  2. Maren sagt:

    Lieber Felix, lieber Boris
    hier kommt noch ein Daumendrücker!!
    So spannend solltet ihr es denn doch nicht machen, ich wollte gerade beim Unkrautziehen entspannen und nun so was.
    Alos schicke ich mal wieder die positiven Gedanken über die Elbe, die Nordsee… zu euch.Ihr zeigt beeindruckend, daß ihr ständig wachsam seid! Alles guten Gedanken für “den Rest der Reise”.
    Maren

  3. Jan sagt:

    Lieber Boris, lieber Felix,

    als ich die Nachricht heute morgen gelesen habe, habe ich sie erst für einen schlechten Scherz gehalten. Aber offensichtlich hat es Euch tatsächlich erwischt. Erstaunlich ist nur, dass Ihr es immer wieder schafft (zumindest laut Race-Tracker) zeitweise schneller als die Chilenen zu sein. Mein größter Respekt!

    Ich finde Eure Entscheidung, einen Gang zurück zu schalten sehr vernünftig. Ihr lebt beste Seemannschaft!

    Eine kleine Geschichte zum Mut machen:
    Es gibt ja dieses schöne Video “Blind Trust” von Euch mit dem eingängigen Ohrwurm hinterlegt. Ich habe inzwischen die meisten meiner Arbeitskollegen mit dem “Beluga-Racer-Virus” infiziert und “Blind Trust” ist schon fast zu einer Hymne geworden. Wir waren neulich eine Woche rund Rügen segeln, ein sehr schöner Törn. Diese Woche haben wir das Nachtreffen angesetzt und ich überlege, ob ich “Blind Trust” nicht auf der Gitarre einüben soll… ;-)

    Ich sende Euch die besten Grüße, wünsche Euch reichlich Nervenstärke, Ausdauer und immer ein wachsames Ohr und Auge.

    Jan

  4. Auf Stb. Bug und in Luv … das kann am Gate noch klappen ;-)
    haut rein Jungs …
    Mögen die Wasserixen mit Euch sein
    wünscht
    H1

  5. Heino sagt:

    Also im Racetracker schlägt sich euer Schaden ja noch nicht so nieder… wo wärt ihr denn jetzt wenn der Mast o.k. wäre?!?

    Naja, es ist wie es ist: Ich wünsche euch alles Gute und das das ganze Mastgeraffel da oben irgendwie beisammen bleibt. Ich musste mich am Wochenende auch drei Mal ans Masttop winschen lassen, um den Windmesser zu reparieren, der seinen Geist wohl für immer aufgegeben hat. Wir hatten den Mast auf das Kabel gestellt und das Kabel für die Datenleitung abgequetscht :-(
    Naja, alte Anlage, Ersatzteile nicht mehr zu kriegen, für neue Anlage erstmal fast 1000 Euro, dazu noch wieder den Mast legen, Instrumente neu einbauen…. grrrrr… und dazu noch bisher kaum eine Meile gesegelt dieses Jahr…

    Ich fühle mit Euch - alles Gute für das Stückchen Saling, möge es halten und euch sicher nach Portimao bringen….
    Heino

  6. Frank Voigt sagt:

    Die Chilenen müssen noch anluven, da könnte sich Euer Kurs positiv auswirken ? oder sehe ich das falsch ? Hoffen wir, der Wind bleibt günstig für Euch. Nun gilt die Taktik… Niemals aufgeben….. hier im Büro hängt unser Mottoposter, der Storch hat den Frosch schon halb verschluckt, ABER der Frosch drückt dem Storch den Hals zu… darüber steht: Niemals aufgeben. Ich schicke Euch das Mottoposter im übertragenenen Sinne. Frank

  7. Jessica aus Oldenburg sagt:

    Hallo Ihr Beiden,

    oh jee, ich fühle mit Euch. Diese Etappe ist für Euch bestimmt die anspannenste von Allen. Ich drücke Euch auf jeden Fall die Daumen weiterhin! Ihr kommt ins Ziel… ganz sicher ohne Zwischenstopp oder sonstigen Kapriolen. Also hoffen, hoffen, hoffen, denn die Hoffnung stirbt zuletzt.
    LG aus Oldenburg
    von Jessica

  8. Eva sagt:

    Segeln zeigt einem immer wieder, daß es nichts gibt, was es nicht gibt. Super, daß Ihr das rechtzeitig bemerkt und stabilisiert habt. Ich glaube, wir können uns nur ansatzweise vorstellen, wie hart das für Euch ist, nicht mehr Vollgas zu geben.
    Ich drücke Euch die Daumen und wünsche Euch sehr, daß Ihr Portimao segelnd erreicht!!!
    Eva

  9. Jessica aus Oldenburg sagt:

    Hallo Ihr Beiden,

    in der NWZ stand am 06.06. ein Artikel über Euch.

    http://www.nwzonline.de/index_aktuelles_regionalsport_artikel.php?id=2023874&

    Was mich verblüfft ist, dass dort von einem eventuellen Mastbruch die Rede ist.
    Komisch, dass Das ausgerechnet eingetreten ist. Das zeigt uns, dass man einige Dinge vorher nun wirklich nicht “verschreien” sollte….
    Ich drücke weiterhin die Daumen!

    Lg Jessica

    Lg Jessica