<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	>

<channel>
	<title>Beluga Offshore Sailing Team</title>
	<atom:link href="http://www.beluga-racer.com/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>http://www.beluga-racer.com</link>
	<description></description>
	<pubDate>Wed, 03 Sep 2008 14:02:45 +0000</pubDate>
	<generator>http://wordpress.org/?v=2.5.1</generator>
	<language>en</language>
			<item>
		<title>Countdown zum Portimão Global Ocean Race</title>
		<link>http://www.beluga-racer.com/countdown-zum-portimao-global-ocean-race/</link>
		<comments>http://www.beluga-racer.com/countdown-zum-portimao-global-ocean-race/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 30 Aug 2008 12:14:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[News]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.beluga-racer.com/?p=252</guid>
		<description><![CDATA[Zu Beginn einmal die Eckdaten:
Boris und ich bereiten zur Zeit in Kiel die Regatta vor.
Das Boot liegt in Nordfrankreich an Land, in seine Einzelteile zerlegt.
Am 12. Oktober startet das Portimão Global Ocean Race in Portimão an der Algarve (Zweihand um die Welt mit Zwischenstops in Kapstadt, Wellington, Ilhabela, Charleston).
Doch bevor wir in 5 Etappen mit [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Zu Beginn einmal die Eckdaten:</p>
<p>Boris und ich bereiten zur Zeit in Kiel die Regatta vor.</p>
<p>Das Boot liegt in Nordfrankreich an Land, in seine Einzelteile zerlegt.</p>
<p><img class="alignleft" src="http://farm4.static.flickr.com/3091/2810920039_f1220ab3d1.jpg?v=0" alt="Rumpf ohne Kiel und ohne Mast" width="386" height="221" />Am 12. Oktober startet das Portimão Global Ocean Race in Portimão an der Algarve (Zweihand um die Welt mit Zwischenstops in Kapstadt, Wellington, Ilhabela, Charleston).</p>
<p>Doch bevor wir in 5 Etappen mit der 40-Fuss &#8220;Beluga Racer&#8221; um die Welt segeln können, gibt es viel zu organisieren, am Boot zu basteln und last but not least müssen Boris und ich noch zum Starthafen in Portimão segeln. Ganz sportlich haben wir dafür 7 Tage veranschlagt.</p>
<p>Hier in Kiel befinden wir uns jedoch vorerst in der &#8220;Listen-Phase&#8221;. Es gibt eine To-Do-Liste, eine Arbeitsliste, eine Einkaufsliste, eine Adressenliste, viele kleine Zettel, die noch nicht zugeordnet werden können und natürlich eine Finanzliste. Diese Listen helfen uns, den Überblick zu behalten und die Zeit bis zum Start möglichst effizient zu nutzen. Zur Zeit wird das Boot auf der Werft hochseetauglich gemacht. Durch zusätzliche Schotts können einzelne Sektionen im Schiff wasserdicht verschlossen werden. Zusätzlich werden Batterien eingebaut, die auch kopfüber und unter Wasser funktionieren (hoffentlich werden wir diese Funktion niemals benötigen). Des Weiteren sollen uns ein Windgenerator und Solarzellen möglichst unabhängig vom Dieselmotor Strom liefern können. Ein Meerwasser-Entsalzer, der auch im Handbetrieb funktioniert, soll die Trinkwasserversorgung sicherstellen, wenn wir bis zu sechs Wochen unterwegs sind. Kleine Überraschungen, wie die Ausrüstungspflicht mit zwei persönlichen Epirb-Bojen (Automatisches Notfallortungssystem) finden schnell ihren Weg in die entsprechende Liste.</p>
<p><img class="alignleft" src="http://farm4.static.flickr.com/3183/2810931575_0f879669ab.jpg?v=0" alt="Felix und Boris" width="385" height="248" />Eben hat uns die Nachricht erreicht, dass das gesamte stehende Gut (Wanten und Stage) ausgewechselt werden muss. Größere Überraschungen wie diese erfordern vor allem einen genauen Blick in die Finanzliste.</p>
<p>So erstellen wir hier Liste um Liste, improvisieren und organisieren. Und natürlich heißt es auch Abschied nehmen von Familie und Freunden, denn bereits in der kommenden Woche werde ich nach Frankreich fahren, um auf der Werft mit am Schiff zu arbeiten. Boris wird in Kiel die Listen weiter führen. Während ich in Caen versuche, die Listen wieder zu verkürzen, um dann endlich in die nächste Phase, die SEGEL-Phase einsteigen zu können.</p>
<p>Euer Felix</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.beluga-racer.com/countdown-zum-portimao-global-ocean-race/feed/</wfw:commentRss>
		</item>
		<item>
		<title>Beluga Racer 7. bei der Transat Quebec - St. Malo</title>
		<link>http://www.beluga-racer.com/letzter-tag/</link>
		<comments>http://www.beluga-racer.com/letzter-tag/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 06 Aug 2008 12:13:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Logbook]]></category>

		<category><![CDATA[News]]></category>

		<category><![CDATA[Quebec St Malo 2008]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.beluga-racer.com/?p=245</guid>
		<description><![CDATA[Am 6.8.08 um 03:15 UTC passiert die Beluga Racer als 7. die Zielliene des Quebec St. Malo. Die Jüngste Mannschaft mit dem größten Average Speed über vier Stunden.
Wir hatten uns im Kanal wieder auf wenige Meilen an Miranda herankämpfen können, sie sagte, dass sie uns schon sehen konnte. Fazit des Rennens: &#8220;C`est difficile au nord!&#8221; - [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><a href="http://www.beluga-racer.com/wp-content/uploads/2008/08/letzter-tag-dsc_0003-26.jpg" class="lightview" rel="gallery[245]"></a><a href="http://www.beluga-racer.com/wp-content/uploads/2008/08/letzter-tag-dsc_0003-283.jpg" class="lightview" rel="gallery[245]"></a><a href="http://www.beluga-racer.com/wp-content/uploads/2008/08/letzter-tag-dsc_0003-6.jpg" class="lightview" rel="gallery[245]"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-247" title="Letzter Tag" src="http://www.beluga-racer.com/wp-content/uploads/2008/08/letzter-tag-dsc_0003-6-150x150.jpg" alt="Letzter Tag" width="150" height="150" /></a><a href="http://www.beluga-racer.com/wp-content/uploads/2008/08/letzter-tag-dsc_0003-6.jpg" class="lightview" rel="gallery[245]"></a>Am 6.8.08 um 03:15 UTC passiert die Beluga Racer als 7. die Zielliene des Quebec St. Malo. Die Jüngste Mannschaft mit dem größten Average Speed über vier Stunden.</strong></p>
<p>Wir hatten uns im Kanal wieder auf wenige Meilen an Miranda herankämpfen können, sie sagte, dass sie uns schon sehen konnte. Fazit des Rennens: &#8220;C`est difficile au nord!&#8221; - Im Norden ist es schwer. Auch Miranda hatte nach Norden gehalst und die gleiche Idee wie wir, allerdings schneller und rechtzeitig wieder zurückgehalst, als die Flaute kam.</p>
<p>Die letzten zwölf Stunden gestalten sich noch als Zitterpartie im flauen Kanal. Zum Sonnenuntergang können wir drei Boote hinter uns sehen und der Wind stirbt ab. Wir driften im Strom und bangen, bei kenterndem Strom ankern zu müssen. Wo wird der Seewind in der Nacht einsetzen? Vorsichtig tasten wir uns in Landnähe, und dieses Mal liegen wir richtig. Mit etlichen Segelwechseln, Halsen und ohne einen einzigen Happen zu essen geht es Richtung Ziel - um Felsen und Flachs herum. Am Abend stellt Julien unsere italienische Leidenschaft noch einmal unter Beweis: Kalte Sauce Bolognese mit Pfeffer <a href="http://www.beluga-racer.com/wp-content/uploads/2008/08/letzter-tag-dsc_0003-26.jpg" class="lightview" rel="gallery[245]"></a><a href="http://www.beluga-racer.com/wp-content/uploads/2008/08/letzter-tag-dsc_0003-283.jpg" class="lightview" rel="gallery[245]"><img class="size-thumbnail wp-image-251 alignright" style="float: right;" title="Im Zielhafen St. Malo" src="http://www.beluga-racer.com/wp-content/uploads/2008/08/letzter-tag-dsc_0003-283-150x150.jpg" alt="Im Zielhafen St. Malo" width="150" height="150" /></a>und Parmesan - ohne Spaghetti. Grenzwertig, aber was soll man machen, wir amüsieren uns angesichts der skurrilen Situation. Vier bis sieben Knoten reichen dann gerade, um gegen den Strom voran zu kommen. Ein großes Glück! Eine Nacht vor Anker wäre hart gewesen und gefährlich. Erst 100 Meter vor der Ziellienie, von Scheinwerfern angestrahlt, treiben wir zurück, und Julien steht mit dem Anker auf dem Vordeck. Zehn Minuten Bangen, doch dann soll es endlich sein. Drei Tage später als erwartet mit einem Knoten Fahrt über Grund kreuzen wir die Linie.</p>
<p><a href="http://www.beluga-racer.com/wp-content/uploads/2008/08/letzter-tag-dsc_0003-26.jpg" class="lightview" rel="gallery[245]"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-249" title="Boris Herrmann mit Crew Julien Kleiner, Meike Schomäker und Matthias Beilken (v.l.)" src="http://www.beluga-racer.com/wp-content/uploads/2008/08/letzter-tag-dsc_0003-26-150x150.jpg" alt="Boris Herrmann mit Crew Julien Kleiner, Meike Schomäker und Matthias Beilken (v.l.)" width="150" height="150" /></a>Sonne, Milchkaffee und Croissants päppeln uns schnell wieder auf, und Segel-Talk, Erfahrungsaustausch und Palaver laufen schon auf Hochtouren.</p>
<p>Videos sind wir euch diesmal leider schuldig geblieben, liebe Websitebesucher. Die füttern wir jetzt alsbald nach.</p>
<p>So nun müssen wir was essen, würde ich sagen. Bis ganz bald - Boris</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.beluga-racer.com/letzter-tag/feed/</wfw:commentRss>
		</item>
		<item>
		<title>Rückblick und Ausblick am letzten Abend auf dem Atlantik</title>
		<link>http://www.beluga-racer.com/ruckblick-und-ausblick-am-letzten-abend-auf-dem-atlantik/</link>
		<comments>http://www.beluga-racer.com/ruckblick-und-ausblick-am-letzten-abend-auf-dem-atlantik/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 05 Aug 2008 07:24:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[News]]></category>

		<category><![CDATA[Quebec St Malo 2008]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.beluga-racer.com/?p=239</guid>
		<description><![CDATA[4. August, 16. Tag auf See: 130 sm vor der Lizard - Ouessant - Linie, der offiziellen Atlantik-Kanal-Grenze.
Von Boris. Wir laufen munter mit 12 bis 15 Knoten halbwinds gen Osten. Miranda steht südlich und kann raumer segeln, wird uns daher sicher noch etwas abnehmen, aber ich hoffe noch auf einige trickreiche Optionen im Kanal. Wir wollen unbedingt wieder [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.beluga-racer.com/wp-content/uploads/2008/08/48-dsc_0015-34.jpg" class="lightview" rel="gallery[239]"></a><a href="http://www.beluga-racer.com/wp-content/uploads/2008/08/48-dsc_0015-341.jpg" class="lightview" rel="gallery[239]"></a><a href="http://www.beluga-racer.com/wp-content/uploads/2008/08/48-dsc_0015-24.jpg" class="lightview" rel="gallery[239]"></a><a href="http://www.beluga-racer.com/wp-content/uploads/2008/08/48-dsc_0015-12.jpg" class="lightview" rel="gallery[239]"></a><a href="http://www.beluga-racer.com/wp-content/uploads/2008/08/48-dsc_0015-26.jpg" class="lightview" rel="gallery[239]"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-240" title="Druckmindernder Defekt, er wird überbrückt - Oder bauen die eine Seemine gegen Miranda?" src="http://www.beluga-racer.com/wp-content/uploads/2008/08/48-dsc_0015-26-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a><strong>4. August, 16. Tag auf See: 130 sm vor der Lizard - Ouessant - Linie, der offiziellen Atlantik-Kanal-Grenze.</strong></p>
<p><em>Von Boris.</em> Wir laufen munter mit 12 bis 15 Knoten halbwinds gen Osten. Miranda steht südlich und kann raumer segeln, wird uns daher sicher noch etwas abnehmen, aber ich hoffe noch auf einige trickreiche Optionen im Kanal. Wir wollen unbedingt wieder auf den 6. Platz vorrücken, schließlich wäre das erste Drittel (6. bei 18 Startern) unser Minimalziel. Wäre das mit Miranda nicht und hätte uns Prevoir Vie nicht vor einigen Tagen im Süden umrundet, meine Laune wäre noch besser. Wir lagen vor einigen Tagen so sicher an 5. Stelle und so weit vom 4., dass wir als 1. des Hauptfeldes angesehen wurden und die ersten vier <span style="font-size: 9pt; color: #202020; font-family: Verdana; mso-fareast-font-family: 'Times New Roman'; mso-bidi-font-family: 'Times New Roman'; mso-ansi-language: DE; mso-fareast-language: DE; mso-bidi-language: AR-SA;">ohnehin</span> wie in einem anderen Film längst abgerauscht waren.</p>
<p>Wie konnten erst die ersten vier so abhauen und dann auch noch zwei weitere Boote uns überholen? Ein Transatlantik-Rennen raumschots mit den Tiefs ist wie eine Zugfahrt: Verpasst man einen Zug, knallen die Türen vor einem zu, und der Zug fährt ab. Man muss warten. Wegen weniger Stunden und Meilen Rückstand, die sich vor <span style="font-size: 9pt; color: #202020; font-family: Verdana; mso-fareast-font-family: 'Times New Roman'; mso-bidi-font-family: 'Times New Roman'; mso-ansi-language: DE; mso-fareast-language: DE; mso-bidi-language: AR-SA;">der strömungsreichen Küste </span>Neufundlands eingeschlichen haben, konnten wir uns nicht ganz so optimal im ersten Tief vor 10 Tagen positionieren und die ersten vier konnten mit ihrem <span style="font-size: small; font-family: Times New Roman;">„</span>Privatexpress&#8221; davonjagen. Übrigens: ein derart extremes Auseinanderzerren eines Regattafeldes habe ich noch nie erlebt und auch nicht erwartet.</p>
<p><a href="http://www.beluga-racer.com/wp-content/uploads/2008/08/48-dsc_0015-24.jpg" class="lightview" rel="gallery[239]"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-243" title="Kalt und feucht" src="http://www.beluga-racer.com/wp-content/uploads/2008/08/48-dsc_0015-24-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Nun gut - Miranda und Ben (Prevoir Vie) haben uns im Süden umschifft. Ich wusste, dass der Süden gut sein würde. Wir haben uns zaghaft nach Süden orientiert und lagen ja vor einigen Tagen 350 sm vor Miranda. Da schaut man natürlich mehr nach vorne und folgt einem möglichst direkten Weg. Außerdem nutzen wir Wetterdaten verschiedener Modelle, um unsere Optimalroute zu bestimmen (Routing). Es bedarf an dieser Stelle noch eines tiefergehenden Verständnisses des Nordatlantiks meinerseits, um Unsicherheiten in den Modellen früher zu erkennen. Denn solange diese stimmen ist ja alles einfach. Man folgt den Vorschlägen des Bordcomputers. Doch das hat in den letzten Tagen keine guten Resultate geliefert. Ein Problem war die Einschätzung einer Front vorgestern Nacht. Wie schnell würde sie über uns hinweg ziehen und wie würde der Wind sich genau verhalten? Wir wollten den Angriffen von Süden mit einem vorausschauenden Schlenker nach Norden parieren, mussten dazu diese Front durchqueren und wollten dann am darauffolgenden Tag davon profitieren. Doch leider hingen wir in der Front fest und sie hat sich auch kaum bewegt. Eine Nacht Flaute. 40 sm weg. Miranda war durch. Das gehört zum Hochseesegeln. Ich hege den innigen Wunsch eines Tages souverän zum Himmel zu schauen, in die Hände zu klatschen und zu wissen: Da muss ich lang.</p>
<p><a href="http://www.beluga-racer.com/wp-content/uploads/2008/08/48-dsc_0015-341.jpg" class="lightview" rel="gallery[239]"><img class="size-thumbnail wp-image-242 alignright" style="float: right;" title="Essen am Motor" src="http://www.beluga-racer.com/wp-content/uploads/2008/08/48-dsc_0015-341-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Wettertaktik ist das Herz so eines Rennens. Der Rest ist &#8220;Handwerkszeug&#8221;: Mit 25 Knoten durch die stockdunkle Nacht Surfen, gerissene Segel nähen, Gasleitungen aufsägen und Essen am Motor auffwärmen. Der Nordatlantik begünstigt das Sonnengemüt, denn es ist oft grau. Wir hatten keinen einzigen Sommertag bisher, stattdessen viel Nebel, Dunst, Regenböen und Wind und asketische (selbstverschuldete) Knappheit an Allem, außer an Nässe.</p>
<p>Doch all das werden wir schon in 60 Stunden glorifizieren, wenn wir wieder im wohlig-warmen Schoß der Zivilisation sitzen. Auf See ist man permanent gefordert und nichts ist leicht oder bequem. In der intensiven Auseinandersetzung mit dieser Welt ist man durchschnittlich lebendiger und gespannter, nimmt ab, wird etwas zäher mit der Zeit und auch kräftiger.</p>
<p>Dabei ist das ja hier noch eine Anfängerübung. Was ist mit den Seefahrern und Abenteurern früherer Jahrhunderte, die auch immer wieder ausgelaufen sind. Maßstab und Grenze sind die innere Haltung und die Charakterkraft der Mannschaft. Eine Trainingsfrage.</p>
<p>Am 12. Oktober wollen wir mit diesem Schiff zu einer Regatta um die Welt starten. Was sind dann 1000 oder 2000 sm gegen Etappen von fast 8000 sm? Etwas Training jetzt und hier auf dem grauen Nordatlantik ist ganz gut. Wie wird man das aushalten, 45 Tage auf diesem für so ein Rennen verhältnismäßig kleinen und langsamen Schiff zu zweit zu verbringen? Wilfried Erdmann hat alleine über 300 Tage auf einem viel kleineren Schiff verbracht. Er hat auch viel trainiert und sicher einen besonderen Charakter.</p>
<p><a href="http://www.beluga-racer.com/wp-content/uploads/2008/08/48-dsc_0015-12.jpg" class="lightview" rel="gallery[239]"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-244" title="Erster und einziger Sonnenaufgang bisher - Wir nähern uns Europa" src="http://www.beluga-racer.com/wp-content/uploads/2008/08/48-dsc_0015-12-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Was ich schwer finde ist ein Zustand stoischen Abwartens, der bei schlechtem Wetter und müder Mannschaft auftreten kann. Nach Tagen quält mich dann irgendwann eine Reizarmut. Man sitzt hier auf dem Meer sozusagen intellektuell auf dem Trockenen. Während mein Blick über die graue, aufgewühlte und trübe Nordatlantiksee schweift, denke ich: &#8220;Jetzt nur eine Zeitung zu haben, wäre ein Segen.&#8221; Es besteht die Gefahr abzustumpfen, wenn die innere Spannung nachlässt. Sobald sie aber wieder da ist, entdeckt man aufs Neue elegante Seevögel in den Wellentälern, die Spannung des Rennens, kann man den wochenlangen Spannungsbogen zwischen Start und Ziel, zwischen den Kontinenten neu genießen, sucht die nächste Böe auf der See und nimmt die Schoten dichter.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.beluga-racer.com/ruckblick-und-ausblick-am-letzten-abend-auf-dem-atlantik/feed/</wfw:commentRss>
		</item>
		<item>
		<title>Logbuch Tag 15, 03.08.08</title>
		<link>http://www.beluga-racer.com/logbuch-0308/</link>
		<comments>http://www.beluga-racer.com/logbuch-0308/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 03 Aug 2008 17:52:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Logbook]]></category>

		<category><![CDATA[Quebec St Malo 2008]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.beluga-racer.com/?p=238</guid>
		<description><![CDATA[von Julien. Der Ausflug nach Norden war teuer! Unsere Taktik, in Richtung Irland zu segeln anstatt einen Bogen nach Süden zu fahren, ist maximal in die Hose gegangen. Über Nacht wurde der Wind immer schwächer, und die Bedingungen entsprachen gar nicht mehr den Vorhersagen unseres Wettermodells.  Schade, denn hierauf fundierte ja unsere taktische Entscheidung. Eigentlich sollten [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>von Julien.</em> Der Ausflug nach Norden war teuer! Unsere Taktik, in Richtung Irland zu segeln anstatt einen Bogen nach Süden zu fahren, ist maximal in die Hose gegangen. Über Nacht wurde der Wind immer schwächer, und die Bedingungen entsprachen gar nicht mehr den Vorhersagen unseres Wettermodells.  Schade, denn hierauf fundierte ja unsere taktische Entscheidung. Eigentlich sollten wir durch diese Taktik näher an ein Tief und damit an stärkeren Wind im Norden gelangen und die Konkurrenz im Süden schön abhängen. Bis in die Morgenstunden hingen wir aber in einem Frontensystem fest. Ich glaube, wenn heute Morgen jemand an Bord dazu einen falschen Spruch gebracht hätte, er wäre sofort Kiel oder noch tiefer geholt worden. Ein Psychotherapeut hätte sich die letzten 20 Stunden richtig an uns austoben können. Jetzt sind alle aber wieder friedlich und in sich gekehrt, denn seit heute Morgen um 7 Uhr gibt es etwas Wind. Wir vertrauen erstmal keinem Wettermodell und Routing mehr, sondern segeln straight line Richtung Saint Malo - dem ersten Milchkaffee entgegen.<br />
Ansonsten gibt es mal wieder Neuigkeiten zum Thema Gas. Zwar ist unsere Gasflasche erst halb leer, aber es kommt kein Gas beim Kocher an. Also Speiseplan B, nämlich Müsliriegel, ca.15 haben wir noch. Der Klempner ist bestellt, mal sehen wann es wieder läuft.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.beluga-racer.com/logbuch-0308/feed/</wfw:commentRss>
		</item>
		<item>
		<title>Logbuch Tag 14, 2.8.08 - Flautentreiben</title>
		<link>http://www.beluga-racer.com/logbuch-tag-14-2808-flautentreiben/</link>
		<comments>http://www.beluga-racer.com/logbuch-tag-14-2808-flautentreiben/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 03 Aug 2008 09:56:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Logbook]]></category>

		<category><![CDATA[Quebec St Malo 2008]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.beluga-racer.com/?p=234</guid>
		<description><![CDATA[von Julien. Nachdem wir gestern Nachmittag so elend in der Flaute festhingen, haben wir am frühen Abend weiter südlich noch guten Wind gefunden. Am Ende sind wir mit 20-30 Knoten Wind von hinten und 15-20 Knoten Bootsgeschwindigkeit durch die Nacht bis in den Morgen gesurft. Was für ein herrliches Gefühl, nachdem wir am Tag zuvor ca. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em><a href="http://www.beluga-racer.com/wp-content/uploads/2008/08/dsc_00321.jpg" class="lightview" rel="gallery[234]"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-235" title="Beluga Racer mit neuer Fracht im Schiff" src="http://www.beluga-racer.com/wp-content/uploads/2008/08/dsc_00321-150x150.jpg" alt="Beluga Racer mit neuer Fracht im Schiff" width="150" height="150" /></a>von Julien. </em>Nachdem wir gestern Nachmittag so elend in der Flaute festhingen, haben wir am frühen Abend weiter südlich noch guten Wind gefunden. Am Ende sind wir mit 20-30 Knoten Wind von hinten und 15-20 Knoten Bootsgeschwindigkeit durch die Nacht bis in den Morgen gesurft. Was für ein herrliches Gefühl, nachdem wir am Tag zuvor ca. 7 Stunden mit schlagenden Segeln in der erwähnten Flaute auf der Stelle lagen. Aktuell sind wir noch knapp unter 600 Meilen (direkter Weg) vom Ziel entfernt. Unsere Wetterberichte warnen uns schon vor den nächsten Flautenzonen in den kommenden 24 Stunden. Noch sind wir nicht sicher, wie wir diese Bereiche südlich der direkten Anliegelinie umfahren werden, denn aktuell weht hier noch ein super Wind, der uns mit 10 Knoten Speed Richtung Saint Malo bläst. Außerdem fährt die Konkurrenz auch weiter südlich als wir. Für eine nördliche Route spricht das Routing entsprechend unserer Wetterberichte. Wir werden das in den kommenden Stunden abwägen müssen.</p>
<p><a href="http://www.beluga-racer.com/wp-content/uploads/2008/08/dsc_0021.jpg" class="lightview" rel="gallery[234]"><img class="size-thumbnail wp-image-237 alignright" style="float: right;" title="Verbogener Reelingsdraht nach stürmischer Gennakerfahrt" src="http://www.beluga-racer.com/wp-content/uploads/2008/08/dsc_0021-150x150.jpg" alt="Verbogener Reelingsdraht nach stürmischer Gennakerfahrt" width="150" height="150" /></a>Heute Nacht musste ich in meiner Wache an eine Segeltour von der Karibik zu den Azoren zurückdenken, die ich 2001 mit meinem Vater und seiner Frau gesegelt bin. Mit einem klassischen 40 Fuß Schiff freuten wir uns damals, wenn die Bootsgeschwindigkeit raumschots mal über die 7 Knoten Grenze gesprungen ist. Heute Nacht ärgern Meike und ich uns, wenn der Speed unter 15 Knoten abfällt! Ich glaube mit einem Fahrtenschiff, dass raumschots gleiten kann, überwindet man viel leichter große Distanzen und hat nebenbei noch mehr Segelspaß. Mein Vater wird mir sicher widersprechen. Der ist gerade mit einem 50 Fuß Aluminium (Panzer)Kreuzer auf Weltumseglung und genießt die Tour in vollen Zügen. Der muss sich auf der Toilette auch nicht anschnallen, wie wir es auf der Beluga Racer müssten &#8230;</p>
<p>Wünschen einen guten Surf durch das Wochenende &#8230;</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.beluga-racer.com/logbuch-tag-14-2808-flautentreiben/feed/</wfw:commentRss>
		</item>
		<item>
		<title>Logbuch Tag 10, 29. Juli - Halbzeit auf dem Nordatlantik</title>
		<link>http://www.beluga-racer.com/logbuch-tag-10-29-juli-halbzeit-auf-dem-nordatlantik/</link>
		<comments>http://www.beluga-racer.com/logbuch-tag-10-29-juli-halbzeit-auf-dem-nordatlantik/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 29 Jul 2008 15:19:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Logbook]]></category>

		<category><![CDATA[Quebec St Malo 2008]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.beluga-racer.com/?p=228</guid>
		<description><![CDATA[von Meike. Die &#8220;Beluga Racer&#8221; segelt mit steten 8 Knoten am Wind, Kurs ca. 90 Grad. Endlich Entspannung. Nach unserem sehr nassen Ritt unter Spi in der letzten Nacht und auch gestern tagsüber, glitztert heute Morgen eine freundliche Sonne auf dem Atlantik. Die Hälfte unserer Strecke haben wir geschafft - 1700 gesegelte Meilen haben wir vorzuweisen. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>von Meike.</em> Die &#8220;Beluga Racer&#8221; segelt mit steten 8 Knoten am Wind, Kurs ca. 90 Grad. Endlich Entspannung. Nach unserem sehr nassen Ritt unter Spi in der letzten Nacht und auch gestern tagsüber, glitztert heute Morgen eine freundliche Sonne auf dem Atlantik. Die Hälfte unserer Strecke haben wir geschafft - 1700 gesegelte Meilen haben wir vorzuweisen. Es geht gut voran und wir sind aktuell auf Platz 5 gelistet - direkt hinter Giovanni Soldini, dem Sieger des The Transat. An Deck trocknen Ölzeug, Stiefel, Schlafsäcke, Mützen, Handschuhe, Schwimmwesten und ähnliches Equipment. Gestern Nachmittag war ich sogar in den Überlebensanzug gestiegen, weil es sich dabei um die letzte trockene Segelkleidung handelte. Alltag an Bord eines Offshore-Racers und kein bisschen dramatisch. Die etwas widrigen Bedingungen konnten der Stimmung an Bord nichts anhaben. Gestern Abend teilen wir uns je zu zweit ein Bier und genießen unser Abenteuer.</p>
<p>Heute Morgen hatten Julien und ich während unserer Wache eine echte Begegnung der dritten Art &#8230; die ganze Zeit nur schwarzes Meer, kein Konkurrent, kein Containerschiff in Sichtweite. Plötzlich sehen wir etwas hell am Horizont leuchten und sind uns sofort einig: Es ist schon sehr nah! Julien springt unter Deck und checkt am Bordrechner, ob wir das AIS-Signal eines anderen Schiffes empfangen. Währenddessen untersuche ich das unbekannte Objekt mit dem Fernglas &#8230; so langsam dämmert mir, worum es sich handelt. Julien kommt an Deck und natürlich entdeckte er kein AIS-Signal auf dem Bildschirm &#8230; wäre auch verwunderlich bei einem aufgehenden Mond!</p>
<p>Beste Grüße vom Beluga Offshore Sailing Team</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.beluga-racer.com/logbuch-tag-10-29-juli-halbzeit-auf-dem-nordatlantik/feed/</wfw:commentRss>
		</item>
		<item>
		<title>Logbuch Tag 9, 28. Juli - Adrenalinfahrt</title>
		<link>http://www.beluga-racer.com/logbuch-tag-9-28-juli-adrenalinfahrt/</link>
		<comments>http://www.beluga-racer.com/logbuch-tag-9-28-juli-adrenalinfahrt/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 29 Jul 2008 15:12:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Logbook]]></category>

		<category><![CDATA[Quebec St Malo 2008]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.beluga-racer.com/?p=227</guid>
		<description><![CDATA[von Meike. Die Jungs machen das schon! Das ist mein Gedanke, als ich in den klammen Schlafsack gekauert und von der Schräglage des Schiffes in die Leesegel gedrückt, die Geräusche von draußen höre. So muss es klingen, wenn man den Kopf in eine Waschmaschine hält &#8230; die Nacht ist wie die ganzen letzten Tage pechschwarz, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em><a href="http://www.beluga-racer.com/wp-content/uploads/2008/07/tag-8_dsc_0003-27.jpg" class="lightview" rel="gallery[227]"></a><a href="http://www.beluga-racer.com/wp-content/uploads/2008/07/tag-8_dsc_0003-271.jpg" class="lightview" rel="gallery[227]"></a><a href="http://www.beluga-racer.com/wp-content/uploads/2008/07/tag-8_dsc_0003-2.jpg" class="lightview" rel="gallery[227]"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-229" title="Beluga Racer surft die Welle ab" src="http://www.beluga-racer.com/wp-content/uploads/2008/07/tag-8_dsc_0003-2-150x150.jpg" alt="Beluga Racer surft die Welle ab" width="150" height="150" /></a>von Meike. </em>Die Jungs machen das schon! Das ist mein Gedanke, als ich in den klammen Schlafsack gekauert und von der Schräglage des Schiffes in die Leesegel gedrückt, die Geräusche von draußen höre. So muss es klingen, wenn man den Kopf in eine Waschmaschine hält &#8230; die Nacht ist wie die ganzen letzten Tage pechschwarz, kein Mond, kein Stern am Himmel, dichte Nebelschwaden verhindern jegliche Orientierung. Doch das kann die &#8220;Beluga Racer&#8221; nicht stoppen: achterlicher Wind mit 28 Knoten, in der Spitze 32 Knoten. Wir segeln mit kleinem Spinnaker (135 m²) - vielmehr müsste man sagen, wir donnern durch die Nacht, Welle rauf, Welle runter. Der Rudergänger hat schwer zu kämpfen, an der <a href="http://www.beluga-racer.com/wp-content/uploads/2008/07/tag-8_dsc_0003-27.jpg" class="lightview" rel="gallery[227]"></a><a href="http://www.beluga-racer.com/wp-content/uploads/2008/07/tag-8_dsc_0003-31.jpg" class="lightview" rel="gallery[227]"><img class="alignright size-thumbnail wp-image-231" style="float: right;" title="Meike steuert die Wellen aus" src="http://www.beluga-racer.com/wp-content/uploads/2008/07/tag-8_dsc_0003-31-150x150.jpg" alt="Meike steuert die Wellen aus" width="150" height="150" /></a>Pinne reißen, dann mit aller Kraft wegdrücken - doch gleichzeitig ein von Adrenalin und Abenteuer getränktes Lächeln des Offshore-Seglers im Gesicht &#8230; dauerhaft 17-20 Knoten Boatsspeed mit Topspeed 24,1 Knoten - unglaublich, einfach verrückt! Wenn man selber an der Pinne sitzt, merkt man, dass es trotzdem safe ist. Wir haben das Schiff unter Kontrolle. Das erleben wohl nur die wenigsten Segler selber, anstatt nur davon zu lesen. Das Schiff verhält sich trotz des heißen Ritts gutmütig, einige Sonnenschüsse (d.h. das Schiff läuft wegen zu viel Druck aus dem Ruder), ein echter &#8220;Nose Dive&#8221; (also ein Unterschneiden des Bugs in die Welle) passiert nie, trotzdem schießen dauerhaft zentimenterdicke Wasserströme über das Deck und die Mannschaft sitzt permanent im Atlantik-Salzwassser. Sogar das Meeresleuchten glitzert über das Deck. Da bleibt kein Stiefel trocken! Heute ist Waschtag&#8230;<br />
<a href="http://www.beluga-racer.com/wp-content/uploads/2008/07/tag-8_dsc_0003-27.jpg" class="lightview" rel="gallery[227]"></a><a href="http://www.beluga-racer.com/wp-content/uploads/2008/07/tag-8_dsc_0003-271.jpg" class="lightview" rel="gallery[227]"><img class="alignnone size-medium wp-image-233" title="Meike und Julien haben Wache bei Starkwind" src="http://www.beluga-racer.com/wp-content/uploads/2008/07/tag-8_dsc_0003-271-300x200.jpg" alt="Meike und Julien haben Wache bei Starkwind" width="300" height="200" /></a></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.beluga-racer.com/logbuch-tag-9-28-juli-adrenalinfahrt/feed/</wfw:commentRss>
		</item>
		<item>
		<title>&#8220;Class 40: « Forty.ssimo » !&#8221;</title>
		<link>http://www.beluga-racer.com/class-40-%c2%ab-fortyssimo-%c2%bb/</link>
		<comments>http://www.beluga-racer.com/class-40-%c2%ab-fortyssimo-%c2%bb/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 28 Jul 2008 08:48:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[News]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.beluga-racer.com/?p=226</guid>
		<description><![CDATA[Chez les 40 pieds qui ont fait leur entrée sur la grande scène océanique, la transat se poursuit sur un tout autre registre. Après une régate côtière aux nombreux rebondissements, place à une course de vitesse dans les plus belles règles de l&#8217;art. A fond sous spi! A bord des 40 pieds, les navigateurs ne [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Chez les 40 pieds qui ont fait leur entrée sur la grande scène océanique, la transat se poursuit sur un tout autre registre. Après une régate côtière aux nombreux rebondissements, place à une course de vitesse dans les plus belles règles de l&#8217;art. A fond sous spi! A bord des 40 pieds, les navigateurs ne font pas mystère de leur satisfaction d&#8217;avoir attrapé une brise favorable dans leurs voiles. Après le passage de Saint-Pierre et Miquelon dans un épais voile de brouillard et des vents souvent évanescents, les équipages goûtent aux plaisirs de la glisse. Aux quatre coins de la flotte, les speedomètres affichent deux chiffres et prennent des couleurs dans des conditions qui favorisent les accélérations. Le moral des bords, lui, grimpe aussi en flèche comme en témoigne volontiers Pierre-Yves Bazin à bord de Rêv&#8217;86 : « Alors c&#8217;est ça le portant en class 40&#8230;. ça m&#8217;a l&#8217;air bien rigolo! Pour nous c&#8217;était notre premier envoi de spi dans petite brise à bord de ce joli bateau, et c&#8217;est bien sympa! Nous filons entre 12 et 16 nouds: ça nous change et nous donne des conditions de glisse fort agréables. »</p>
<p>Les bancs de Terre-Neuve dépassés, les élèves de sa classe se sont aussitôt éparpillés. Les écarts se creusent désormais et les 17 voiliers se dispersent en latitude. Rompez les rangs sur l&#8217;océan! Aux manettes en tête, les Italiens de Giovanni Soldini (Télécom Italia) impriment toujours le rythme. Mais ils sont suivis comme leur ombre par le Pogo Structures d&#8217;Halvard Mabire, décalé au Nord et qui affiche moins de 2 milles de retard. Revenu en force, ce dernier a avalé 260 milles en 24 heures. Une jolie progression qui donne la mesure du potentiel de ces voiliers aux allures portantes.</p>
<p><strong>Ils ont dit<br />
Victorien Erussard (Laiterie de Saint Malo):<br />
</strong>«Nous étions à 22-23 nouds. J&#8217;étais à l&#8217;intérieur avec Loïc Escoffier: on avait repris du terrain et des milles sur Crêpes Whaou! Et on discutait de notre stratégie pour les prochaines heures. Loïc Fequet était à la barre. Nous avons senti un choc violent et nous avons été propulsés d&#8217;un bon mètre. Personne n&#8217;est blessé, mais en nous retournant dans notre sillage nous avons vu une baleine et le safran! Et nous n&#8217;avons plus vu grand chose parce qu&#8217;on a eu du mal à freiner le bateau. Le moral n&#8217;est vraiment pas bon. Nous avons installé un safran de secours, mais il a l&#8217;air plus adapté pour traverser une baie que l&#8217;Atlantique. Je n&#8217;ai pas une grande confiance. Nous avons affalé la grand voile et progressons sous ORC que nous réglons pour garder un peu de maniabilité. Nous sommes à 350 milles de Cap Race (Sud Est de Terre-Neuve, ndlr). Il nous faut rentrer par nos propres moyen et nous n&#8217;avons plus que 40 litres de diesel et plus que 5 jours de bouffe.»</p>
<p><strong>Hervé de Carlan (Délirium) :</strong><br />
«Le safran bâbord est définitivement hors service depuis sa rencontre avec un OFNI la nuit précédente. Il était en sursis; et dès les premières sollicitations au portant, le tiers restant a été sectionné au niveau de la flottaison. Donc, plus de safran bâbord et un cata volage à plus de 12/15 nds! Nous sommes obligés réduire la toile plus tôt, de rester très vigilants à la barre et d&#8217;anticiper toutes  embardées. Tout au moins d&#8217;essayer! Dommage pour cette fortune de mer qui nous met un peu hors-jeu.»</p>
<p><strong>Halvard Mabire (Pogo Structures):<br />
</strong>«Et bien ça y est, nous sommes en océan ouvert, au portant&#8230; Et toujours dans le brouillard. Après cette fantastique régate &#8220;à vue&#8221; - c&#8217;est bien la première fois que je fais une semaine de régate au contact sans voir les concurrents! Et en navigation côtière, les fous sont lâchés en plein Atlantique. Première constatation, dès que l&#8217;on ne les tient plus ces Class 40, ça s&#8217;éparpille ! A croire que l&#8217;idée est de ratisser large et d&#8217;occuper un maximum de longitude. En regardant les traces après Cap Race, on s&#8217;aperçoit qu&#8217;il y a de la dispersion, comme si la flotte sortait d&#8217;un mauvais tromblon dont le coup serait parti de St Pierre. A bord tout se passe bien: nous sommes contents de trouver un peu de glisse, même si le manque de visibilité donne parfois une atmosphère surréaliste.»</p>
<p><strong>Pierre-Yves Chatelin (Destination Calais):</strong><br />
«Depuis notre passage à St Pierre nous fonçons dans la brume, avec 20 à 25 nouds dans notre dos, sur une mer à peine formée. Un rayon de soleil et ce serait le paradis! De temps en temps la visi s&#8217;améliore, il se met alors à pleuvoir&#8230; Tout va bien sur Destination Calais qui plane à haute vitesse vers l&#8217;Est. Cette nuit nous avons perdu du temps à cause de notre sous-barbe de bout-dehors dont une épissure a glissé. Nous avons dû refaire une sous-barbe complète et arrêter le bateau pour la mettre en place: pas évident, mais ça semble tenir.»</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.beluga-racer.com/class-40-%c2%ab-fortyssimo-%c2%bb/feed/</wfw:commentRss>
		</item>
		<item>
		<title>Donnerstag, 25.07 Tag 5: &#8220;Endurance Race&#8221; 30 Stunden Speedrace</title>
		<link>http://www.beluga-racer.com/donnerstag-2507-tag-5-endurance-race-30-stunden-speedrace-und-nur-2/</link>
		<comments>http://www.beluga-racer.com/donnerstag-2507-tag-5-endurance-race-30-stunden-speedrace-und-nur-2/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 27 Jul 2008 09:41:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Logbook]]></category>

		<category><![CDATA[Quebec St Malo 2008]]></category>

		<category><![CDATA[Tag hinzufügen]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.beluga-racer.com/?p=220</guid>
		<description><![CDATA[von Julien. Bis heute morgen um ca. 6 Uhr haben wir insgesamt 30 Stunden auf Backbordbug gesegelt und versucht, mit einem Rechtsdreher den nächsten Wegepunkt bei Neufundland anzusteuern. Das waren 30 Stunden mit 15-20 kts Wind, Welle von vorn und 30 Grad Lage. Außerdem in unserer Nähe, das Boot Group Partouche. Wahnsinn, 30 Stunden nebeneinander [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em><a href="http://www.beluga-racer.com/wp-content/uploads/2008/07/dsc_0076.jpg" class="lightview" rel="gallery[220]"></a><a href="http://www.beluga-racer.com/wp-content/uploads/2008/07/dsc_0076.jpg" class="lightview" rel="gallery[220]"></a><a href="http://www.beluga-racer.com/wp-content/uploads/2008/07/dsc_0076.jpg" class="lightview" rel="gallery[220]"></a><a href="http://www.beluga-racer.com/wp-content/uploads/2008/07/dsc_00321.jpg" class="lightview" rel="gallery[220]"></a><a href="http://www.beluga-racer.com/wp-content/uploads/2008/07/dsc_0076.jpg" class="lightview" rel="gallery[220]"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-223" title="Meike steuert in die Enge zwischen Saint Pierre und Miquelon" src="http://www.beluga-racer.com/wp-content/uploads/2008/07/dsc_0076-150x150.jpg" alt="Meike steuert in die Enge zwischen Saint Pierre und Miquelon" width="150" height="150" /></a>von Julien.</em> Bis heute morgen um ca. 6 Uhr haben wir insgesamt 30 Stunden auf Backbordbug gesegelt und versucht, mit einem Rechtsdreher den nächsten Wegepunkt bei Neufundland anzusteuern. Das waren 30 Stunden mit 15-20 kts Wind, Welle von vorn und 30 Grad Lage. Außerdem in unserer Nähe, das Boot Group Partouche. Wahnsinn, 30 Stunden nebeneinander herfahren und keine großen Leistungsunterschiede zu sehen. Wir hatten alles Gewicht nach Luv gestaut, Wasserballast vollgepumpt, Crew auf der Kante und abwechselndes Steuern von Hand. Der Franzose war nicht abzuschütteln.</p>
<p>Heute morgen dann ein paar kurze Schläge unter Land. Mit zunehmender Sonne,<br />
wurde der Wind in landnähe aber zu schwach, und wir sind wieder weiter<br />
rausgefahren. Unser Wettermodell sagt einen großen Rechtsdreher an, auf den<br />
warten wir mal wieder, um dann mit Backbordbug den Wegepunkt Saint<br />
Pierre ansteuern zu können.</p>
<p><strong>Freitag 26.07.08 Tag 6 - &#8220;Beinahe vom Nebel verschluckt&#8221;<br />
</strong><em>von Boris. </em> Liebe Websiteleser,<br />
<a href="http://www.beluga-racer.com/wp-content/uploads/2008/07/dsc_00502.jpg" class="lightview" rel="gallery[220]"><img class="alignright size-thumbnail wp-image-224" style="float: right;" title="Boris Tag 4" src="http://www.beluga-racer.com/wp-content/uploads/2008/07/dsc_00502-150x150.jpg" alt="Boris Tag 4" width="150" height="150" /></a>bitte entschuldigt die spärlichen Information in den letzten 48 Stunden. Wir kämpfen aufs Letzte mit den trickreichen Windbedingungen und den hartnäckigen Konkurrenten. Es ist ein super enges Rennen, und heute bestand die Gefahr, im Tiedenstrom gefangen zu werden und den Absprung auf den Atlantik zu verpassen. Wir haben wohl auch unseren Dieselvorrat etwas knapp kalkuliert und müssen leider die Zeit am PC minimieren. Außerdem haben wir ein Problem mit der Videosoftware und dem Dieselvorfilter. Also die Herausforderungen sind mal wieder sehr vielfältig, aber das wichtigste - das müssen sie uns verzeihen - ist ja erstmal das Segeln selbst, und das ist schon so eine Sache hier in <a href="http://www.beluga-racer.com/wp-content/uploads/2008/07/dsc_00321.jpg" class="lightview" rel="gallery[220]"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-221" title="Die letzte Frucht - Tag 5" src="http://www.beluga-racer.com/wp-content/uploads/2008/07/dsc_00321-150x150.jpg" alt="Die letzte Frucht - Tag 5" width="150" height="150" /></a>Neufundland bei permanenten Flauten und dichtem Nebel, dann wieder starkem Gegenwind. Wir sind voll gefordert und im endgültigen &#8220;Racingmode&#8221;, seitdem wir den Proviant für die nächsten 11 Tage <a href="http://www.beluga-racer.com/wp-content/uploads/2008/07/dsc_0076.jpg" class="lightview" rel="gallery[220]"></a><a href="http://www.beluga-racer.com/wp-content/uploads/2008/07/dsc_0076.jpg" class="lightview" rel="gallery[220]"></a><a href="http://www.beluga-racer.com/wp-content/uploads/2008/07/dsc_0076.jpg" class="lightview" rel="gallery[220]"></a><a href="http://www.beluga-racer.com/wp-content/uploads/2008/07/dsc_00321.jpg" class="lightview" rel="gallery[220]"></a>portioniert haben: 1 Riegel pro Person pro Tag, 1,8 L Wasser. Alles sehr knapp; dass wir soooo lange hier in Kanada mit den Elementen kämpfen sollten, war nicht abzusehen, und da sind wir dann ja auch konsequent bei der Planung. Brauchen wir länger, gibt es halt nichts mehr zu essen. Na, noch scherzen wir und die Disziplin macht uns &#8220;schärfer&#8221;.</p>
<p><a href="http://www.beluga-racer.com/wp-content/uploads/2008/07/beluga-720.jpg" class="lightview" rel="gallery[220]"><img class="alignright size-thumbnail wp-image-225" style="float: right;" title="Screenshot Navigationsprogramm" src="http://www.beluga-racer.com/wp-content/uploads/2008/07/beluga-720-150x150.jpg" alt="Screenshot Navigationsprogramm" width="150" height="150" /></a>Als Veranschaulichung für die schwierigen Winde ein Screenshot unseres Navigationsprogramms anbei mit einem Kringel nahe der Wegemarke St. Pierre. Man sieht, wie wir in der Nähe der Felsen und in Hörweite der Brandung im Nebelum herumtreiben. Mit allen Kräften, Wriggen und Segelpumpen, Schaukeln versuchen wir, das Boot zu motivieren, in die Richtige Richtung zu treiben. Alles in einem Pulk von 10 Booten, die wir hören, aber nicht sehen können. Außer Miranda, die taucht plötzlich direkt neben uns auf und wir quatschen etwas-</p>
<p>Wir liegen an 7. Stelle und greifen heute Nacht an. Sobald möglich senden<br />
wir wieder Video. Drückt uns die Daumen, das der Diesel reicht (meine<br />
größte Sorge). Wettervorhersage ist genial - starke Raumwinde. Sobald sich<br />
der Nebel lichtet, gibts wieder Fotos. Bis morgen - Liebe grüße</p>
<p>Boris</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.beluga-racer.com/donnerstag-2507-tag-5-endurance-race-30-stunden-speedrace-und-nur-2/feed/</wfw:commentRss>
		</item>
		<item>
		<title>Tag 4 Mittwoch, 23.07 &#8220;Restart&#8221; / Tag 5 Donnerstag, 24.07 Die Falle</title>
		<link>http://www.beluga-racer.com/tag-4-mittwoch-2307-restart-tag-5-donnerstag-2407-die-falle/</link>
		<comments>http://www.beluga-racer.com/tag-4-mittwoch-2307-restart-tag-5-donnerstag-2407-die-falle/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 24 Jul 2008 18:42:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Logbook]]></category>

		<category><![CDATA[Quebec St Malo 2008]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.beluga-racer.com/?p=219</guid>
		<description><![CDATA[von Julien.  Wache um 03:00 übernommen, 50 Minuten mit Code5 (Großes
Vorsegel am Bugspret) bei 0-3 Knoten, dann 5 Knoten Wind. Schöne Abfahrt in
Lee von Kontrahent &#8220;Destination Calais&#8221;. Leider stirbt die Landbrise und
Calais ist schneller in den Wind auf See gewendet. Irgendwie haben die es
alle ganz schön drauf und wollen sich partout nicht von uns verhauen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>von Julien.</em>  Wache um 03:00 übernommen, 50 Minuten mit Code5 (Großes<br />
Vorsegel am Bugspret) bei 0-3 Knoten, dann 5 Knoten Wind. Schöne Abfahrt in<br />
Lee von Kontrahent &#8220;Destination Calais&#8221;. Leider stirbt die Landbrise und<br />
Calais ist schneller in den Wind auf See gewendet. Irgendwie haben die es<br />
alle ganz schön drauf und wollen sich partout nicht von uns verhauen lassen.<br />
Aber das kommt noch!</p>
<p>Wale mögen Beluga Racer&#8230;oder anders rum? Ein kleiner Wal schwimmt seit<br />
04:00 neben uns her und will gar nicht mehr weg.</p>
<p>08:00 &#8230; immer noch zwischen 4-6 Knoten Wind und wechselnd Wind auf See und<br />
in Landnähe. Gerade gehts wieder raus auf See, zum Glück kommen alle anderen<br />
Boote mit und es ist kein großes Risiko für uns.</p>
<p><em>von Boris.</em> Julien hat recht. Das Feld ist ganz schön stark und kaum jemand<br />
scheint ein gutes Gespühr für diese leichtwindige, küstennahe<br />
Situation zu haben. Verrückt, in den ersten Tagen haben wir mit unseren<br />
Versuchen in Landnähe verloren, weshalb wir nur auf dem 11. Platz liegen,<br />
nun aber kreuzen wir schon den ganzen Tag in einem Pulk von 8 (!) Booten nahe<br />
an der Küste enltlang. Wir sitzen in Luv, stauen konsequent alles Matrial<br />
nach Luv, geben konsequent alles, um uns wieder nach vorne zu kämpfen.<br />
Abends wird es wieder tricky, wie in den Nächten zuvor: Wo kommt die Brise?<br />
Wo lauern Löcher? Es geht um die südliche Landzunge am Ausgang des St Lorenz<br />
(Gaspé) zur Wendemarke &#8220;Percé&#8221;, einem Bilderbuchfelsen, vergleichbar mit der<br />
Langen Anna vor Helgoland, in jedem Kanada-Reiseführer zu finden.</p>
<p>Am Percé-Stein die Sensation: Das Feld ist wiede vollständig beisammen, das<br />
Rennen startet quasi neu. Wir sind zwischenzeitlich als 6. gelistet, können<br />
aber mindestens 15 Lichter in der stockfinsteren Nacht zählen, also fast die<br />
gesamte Fotte. Die altbekannten Stimmen meiner Skipperfreunde melden sich<br />
über UKW Funk bei der Rennleitung. Im Minutentakt kündigen die Skipper ihre<br />
Tonnenrundung an. Kurz vor der Tonne erwischt &#8220;Petit Louis&#8221; (Vierter beim<br />
Transat) einen Windstrich weiter in Luv und zieht an uns vorbei. Unmittelbar<br />
vor der Tonne drängelt er sich rein. Man merkt, diese Leute sind keine<br />
Jollensegler, Tonnenrundungen und Regelfestigkeit nicht ihr Metier. Wir<br />
haben natürlich Innenraum und verteidigen diesen mit einer zackigen Halse.<br />
Wir gehen in einem Meter Abstand voneinander um die Boje. Neben uns im<br />
Dunkeln schemenhaft zu erkennen: die Silhouette des Percé Steins. Wir sind<br />
aufgeregt, Halvard und Soldini im Funk zu hören, die bisherigen<br />
Frontrunner: - ein Neustart des Rennens - das Feld ist komprimiert -<br />
&#8220;Restart&#8221;. Also auf in die Nacht mit allem Elan und voller Konzentration.</p>
<p><strong>Tag 5 Donnerstag, 24.07 Die Falle</strong></p>
<p><em>von Julien.</em> Meine Wache startet auf Steuerbord Bug. Nach der Nacht eine<br />
ganz gute Ausgangssituation, denn wir sind auf die Führenden aufgefahren. Zwei<br />
Stunden gesteuert und auf Rechtsdreher gewartet. Zum Glück zwei Class 40<br />
neben uns, gut um Speed anzupassen. Rechtsdreher kam auch nach und nach,<br />
also Wende um etwa 7 Uhr. Backbord/Steuerbord-Situation mit Tri und wir haben<br />
Vorfahrt. Der Typ hat so einen weichen Brie, dass er bis zuletzt auf unseren<br />
Bug zuhält. 20 Meter vor Kollision hauen Matze und ich eine Notwende rein.<br />
Das war teuer, Mannschaft und Boot stehen. Der Franzose auch und winkt<br />
freundlich. Easy Kollege Weichbrie.</p>
<p>So jetzt auf Backbord Bug und auf weiteren 20 Grad Rechtsdreher über den Tag<br />
warten (laut Wetterbereicht). Wenn der Dreher kommt, liegen wir den nächsten<br />
Wegepunkt bei Saint Pierre, Neufundland, an.</p>
<p><em>von Boris.</em> Die zweite Sensation des Rennens!!! Die Frontrunner laufen in<br />
die Falle. Im Süden bleiben Soldini, Tanguy, Miranda und Halvard - die<br />
Favoriten - stecken. Wir sind plötzlich 5. und nur zwei Meilen hinter dem<br />
Ersten in voller Fahrt. Mit 8 Knoten Speed, Sonne und Wind segeln wir aus<br />
einem Dunst und Nebelfeld, das den anderen wohl zum Verhängnis geworden ist.<br />
Der Wind nimmt zu. Unsere Chance. Jetzt kommt es auf die richtige<br />
Wettertaktik an, um auch noch in Saint Pierre Miquelon<br />
(Neufundland-Wendemarke) vorne dabei zu sein. Das alte Spiel wie beim<br />
Transat, GFS und ECMWF, das amerikanische und europäische Modell<br />
widersprechen sich etwas. Wir segeln erstmal einen Streckbug nach Nordosten<br />
hoch am Wind auf Bb Bug. Können das Ziel nicht ganz anliegen. Wann wenden,<br />
ist die Frage. Nach GFS wäre es morgen früh in Landnähe besser - nach ECMWF<br />
in einigen Stunden hier draußen nördlich der Iles de Madelaines. Eine extrem<br />
spannende Situation. Morgen wissen wir mehr.</p>
<p>Beste Grüße von Bord der Beluga Racer!</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.beluga-racer.com/tag-4-mittwoch-2307-restart-tag-5-donnerstag-2407-die-falle/feed/</wfw:commentRss>
		</item>
	</channel>
</rss>

<!-- Dynamic Page Served (once) in 0.810 seconds -->
