Großer Bahnhof für die „Beluga Racer“
Juli 15, 2009
Herrmann und Oehme nach Weltregatta zurück in Deutschland - Boris Herrmann und Felix Oehme sind wieder Zuhause. Deutschlands neue Shootingstars der Segelszene kehrten am Mittwoch (15. Juli) nach neun Monaten Weltumseglung erstmals wieder in die Heimat zurück. Und Hamburg zeigte sich zum Empfang der Hochseeyacht „Beluga Racer“ und ihrer Crew von seiner besten Seite. Staatsrat Dr. Manfred Jäger, Segelvereinsvorstände, Honoratioren, Familienangehörige und Freunde sowie mehrere hundert Fans machten der Mannschaft, die die Regatta Portimão Global Ocean Race gewonnen hat, beim Anlegen im Sandtorhafen ihre Aufwartung.
Als das Feuerlöschboot „Branddirektor Krüger“ auf der Elbe den Befehl „Wasser marsch!“ gab und seine Fontänen in weiten Bögen über die Elbe sprühte, segelte die „Beluga Racer“ auf den letzten Metern einer langen Reise. Rund 30.000 Seemeilen haben Herrmann und Oehme auf ihr gelebt und gelitten, gefiebert und gefeiert. Start und Ziel der neunmonatigen Hochseeregatta lag in Portugal und dazwischen alle Ozeane dieser Erde. Das Kap der Guten Hoffnung rundeten die 28-jährigen Norddeutschen schon als Gesamtführende, das legendäre Kap Hoorn, den Mount Everest der Seefahrer, meisterten sie, sowie zermürbende Flauten und schwere Stürme.
Da wirkte es fast gnädig, als Rasmus in Höhe Hamburgs Schokoladenseite bei Oevelgönne eine leichte Brise bereit hielt, in der die „Beluga Racer“ noch einmal ihr volles Segelkleid zeigte. Der Autopilot steuerte, und die Besatzung stand Arm und Arm auf dem Großbaum, in der anderen Hand eine Leuchtfackel zur Begrüßung der Mitreisenden. Die Großfamilien hatten eine Hafenbarkasse gechartert, die der Rennyacht mit zahlreichen Motorbooten elbabwärts entgegengefahren war. Der Kurs führte sie vorbei am Fischmarkt und den Landungsbrücken mit der grünen „Rickmer Rickmers“ und dem ehemaligen Bananenfrachter „Cap San Diego“ im Hintergrund.
Als die Brücke zum neuen Sandtorhafen geöffnet wurde, waren viele den Freudentränen nahe. Neun Fernsehkameras und ungezählte Fotoapparate richteten sich auf das Deck der zwölf Meter langen „Beluga Racer“, als es den Müttern Heide Härtel-Herrmann und Birgit Stamp-Oehme vorbehalten war, ihre stolzen Söhne als Erste willkommen zu heißen und ganz fest in die Arme zu schließen. Staatsrat Jäger von der Hamburger Behörde für Medien, Sport und Kultur zeichnete die Sieger – anstelle eines Lorbeerkranzes – mit einem Lorbeerbusch aus und wünschte in der kommenden Zeit ein wenig Muße für einen Becher Kaffee aus einer gebrandeten Tasse der Olympia- und Sportstadt Hamburg.
Martin Muth, Projektleiter der Bootsausstellung hanseboot, die im Oktober ihren Messehafen erstmals an gleicher Stelle öffnen wird und bei der Organisation des Coming-Home-Events half, hielt zwei große Blumensträuße und Glaskaraffen in Form von Segelbooten mit Sherry parat. Daraufhin versprach Co-Skipper Felix Oehme spontan: „Wenn Boris im Herbst schon wieder nach Mexiko segelt, werde ich ihn persönlich auf der hanseboot live über Skypevideo interviewen.“ Auch die Mitgliedsvereine der beiden, der Kieler Yacht-Club von Boris Herrmann mit seinem Vorsitzenden Henning Winter, sowie für Felix Oehme der Lübecker Yacht-Club mit dem stellvertretenden Vorsitzenden Udo Ott und Gero Brugmann als zweiter Vorsitzender des Norddeutschen Regatta Vereins, der extra drei Begleitboote für den Empfang organisiert hatte, zeigten Flagge.
„Versuche, deinen Traum zu verwirklichen!“ Diese Maxime stand am Anfang von zwei Segelkarrieren, die wie ein Zufall und doch eine Notwendigkeit zueinander gefunden haben. „Wir waren einst Gegner auf dem Wasser, das Leistungsniveau auf Augenhöhe“, erinnerten Herrmann und Oehme an den Ausgangspunkt ihres Abenteuers, das sie zu den ersten deutschen Hochseeseglern überhaupt gemacht hat, die zu zweit eine Regatta für nur 40 Fuß lange Schiffe rund um den Globus gewannen. Sie harmonierten wie ein Schweizer Uhrwerk. Streit an Bord? Fehlanzeige.
Zurück in Hamburg ließen sich die sympathischen, von der Meeressonne gebrannten Kerle mit Schampus duschen und immer wieder innig herzen. Der Glückwunschparcours schien nicht abreißen zu wollen, als es Zeit war, nach vorn zu blicken. Noch ein paar Tage tourt die „Beluga Racer“ mit Boris Herrmann und Felix Oehme durch Deutschland; am Donnerstagabend wird sie in der Kieler Innenförde beim KYC erwartet und zum Wochenende auf der 120. Travemünder Woche. Danach trennen sich die Wege eines eingeschweißten Duos, das für die vielen tausend virtuellen Regattabegleiter im Internet schon unzertrennlich schien. Felix Oehme wird bei „Airbus“ Doktorand im Maschinenbau, und Boris Herrmann setzt wieder die Segel: „Dank meines Sponsors, der Bremer Projekt- und Schwergutreederei Beluga Shipping und seines geschäftsführenden Gesellschafters Niels Stolberg, kann ich mit einer anderen, noch schnelleren Class-40-Yacht, die wieder Beluga Racer heißen wird, am Rolex Fastnet Race teilnehmen und bereite mich danach auf die Solidaire du Chocolat von Frankreich nach Mexiko vor.“

Hi!
Ich waere gerne heute gekommen, aber aus San Francisco ist das doch etwas zu weit…
Noch mal danke fuer das Portimao-Rennen und die immer gute Berichterstattung, und viel Erfolg fuer alles, was jetzt kommt!!!
Thomas
Ich kann mich Thomas nur anschließen. Auch von mir viele Grüße aus San Francisco und alles Gute für die Zukunft.
Bei dem Fastnet und der Solidaire du Chocolat fiebere ich wieder mit.
Randolf
Hallo Ihr beiden,
noch mal danke für die spannenden Monate und Glückwunsch für Eure Leistung.
Schön, dass Ihr wohlbehalten zu Hause angekommen seid.
Für Eure beiden unterschiedlichen Wege weiterhin alles Gute
Klaus
Lieber Boris! Lieber Felix!
Es war gestern in HH schön, euch persönlich nochmal gratulieren und dieses wunderschöne blaue boot “in echt” sehen zu können! Und auch aufregend, als wir euch entegegen gefahren sind, wer die blaue lady als erster entdeckt, um euch dann in den hafen zu begleiten!
Wünsch euch für eure zukünftigen pläne viel glück und erfolg, ihre werdet weiterhin beobachtet:-)
Liebe grüße,
Christiane
What a fantastic job you did!
The german Sailing Nation is extremely proud about both of you!!
Keep on making history!
Yves
Wow, alles Gute weiterhin.
Das war wie das Tüpfelchen auf dem i ! Euch gestern nach den vielen Monaten mit Euren so anschaulichen und tiefen Einblick gewährenden Berichten auf der Internetseite in Hamburg nun in “echt” gratulieren zu können. Und “das grosse blaue Schiff” (O-Ton Max, 4 Jahre) besuchen zu dürfen. Meine Kinder und Ich haben Euch die ganzen Monate auf der Webseite begleitet und sie waren nun sehr beeindruckt über die wirkliche Größe der Beluga Racer.
DANKE und ich wünsche Euch weiterhin so viel Spass und Zufriedenheit, bei dem was ihr in Angriff nehmt.
(Unser nächstes Projekt: Lisa (9) macht den Jüngstenschein!)
Kathrin mit Lisa , Max , Paula
Klasse … bin gespannt auf das neue Boot …
nochmals glückwunsch ans team!
vieleicht nicht die originellsten, aber immerhin die nördlichsten grüße an das team beluga-racer aus longyearbyen.
manche sind schnell andere gut und manche auch manchmal beides.
bussy
thomas
Hi Boris und Felix,
besten Dank für die Kartengrüße, die Anna und Nora mir von euch geschickt haben. Laßt euch noch feiern und habt Spass!
Grüße Marianne