Logbuch 06. November 08

November 11, 2008 

Nachtarbeit(von Felix) Mit immer weiter linksdrehendem Wind verholen wir die Beluga Racer nun einige Breitengrade nach Süden. Inzwischen können wir schon an den Schiffsbewegungen erkennen, dass der Wind wieder ein paar Grad links gedreht hat. Da die Wellenrichtung der Windrichtung nicht sofort folgen kann, treffen die Wellen kurz nach der Drehung spitzer auf den Bug. Das etwas heftigere Einstampfen wird manchmal sogar im Schlaf registriert und der Kurs schnell angepasst. Wieso eigentlich der Kurs? Wir stellen unseren Autopilot bei Windwinkeln unter 90° (Wind schräg von vorne) so ein, dass er den scheinbaren Windwinkel konstant hält, damit die Segel immer optimal stehen und nicht einfallen. Dreht nun der Wind, dann ändert sich auch unser Kurs.

Am Logbuch Ansonsten läuft alles wie geschmiert. Mit 10 Knoten Fahrt machen wir uns auf, den anderen Jungs den Weg nach Kapstadt abschneiden. Etwas Wasser von dem wir nicht genau wissen, wo es her kommt und die reduzierte Ladeleistung der Lichtmaschine behalten wir unter Beobachtung. Man kann bei diesen beiden „Störungen“ ja schon fast von Klassikern sprechen.

Grüße Boris und Felix

Comments

9 Responses to “Logbuch 06. November 08”
  1. Hallo Felix, habe gestern schon eine Nachricht von Euch vermisst. Sieht doch eigentlich ganz gut mit Euch aus. Ich kommt ja langsam weiter südlich und solange die anderen nicht mehr Speed machen könnt Ihr doch ganz entspannt sein. Ich lese z.Zt. ein Buch über die Fahrt mit einem Rahsegler vor 120 Jahren von Bombay nach England. Gegen die Viecherei auf dem Schiff habt Ihr geradezu paradiesische Verhältnisse. Auch eine Meuterei an Bord habt oder schimmliges Essen Ihr nicht zu befürchten!
    Liebe Grüsse und immer auf dem Gas bleiben - Jürgen

  2. Hermann Oehme sagt:

    Mann, Mann, Mann -
    das sieht ja so aus, dass Ihr in 36 Staunden die Wahl habt, entweder im Starkwind zu kreuzen oder im Schwachwind raumschoots zu fahren.
    Die Hochs sind da, wo sie eigentlich nicht hingehören.
    Grundsätzlich sollte jedoch der Wind im Süden stärker sein und der Strom mehr schieben.
    Einfach ist das alles nicht und der Weg nach Kapstadt für alle (!) weiter als gedacht.
    Zum Schlag nach Osten gab es keine Alternative. Er hat Euch immer 150 sm gebracht.
    Nehmt es mit Humor!
    NdP (aus Hans Leip´s “Groggespräche”)

    Hermann

  3. Dirk sagt:

    Moin, Moin!

    Es macht wieder richtig Spaß, diese Partie Ozean-Schach aus der Vogelperspektive mit Blick auf die bunten Punkte auf dem Spielfeld zu verfolgen. Und die gegenwärtige Lage kann die stetig wachsende Beluga Fangemeinde ja in Entzücken versetzen. Der Schalg nach Süden, genau in die Lücke zwischen Ziel und dem Rest des Feldes, war klasse und ist aufgegangen. Gibt es eine Alternative zur südlichen Route um das Hoch herum? Wohl eher nicht. Und dann können die anderen weiterhin nur mit großem Abstand in eurem Kielwasser hinterherhetzten und auf ein Wunder hoffen, denn um das Rennen auf gleichem Kurs sicher ins Ziel zu bringen, ist euer Vorsprung ja weiterhin komfortabel. Alles Gute!!
    D

  4. Gunna Corthum sagt:

    moin, moin auf die Südhalbkugel!

    … ist das spannend! Ich drücke die Daumen, dass Ihr da “unten” den für die Wetterbedingungen optimalen Kurs findet!!

    die Gunna

  5. Ja, Ozeanschach, das ist wohl das richtige Wort. Sehr beruhigend für die Fangemeinde heute morgen zu sehen, dass seit gestern nichts mehr verloren wurde und Ihr nun südlicher als alle anderen und schneller gen Capetown flitzt. Ihr habt Euch sehr souverän und mit etwas Glück phantastisch aus der Affäre gezogen.
    Landrattengrüsse aus Madrid
    Andreas

  6. Michael sagt:

    Euer Rennen hat auch mich in seinen Bann gezogen. Schaue mehrmals taeglich wie es euch so geht und es ist echt beruhigend euch wieder vorne zu sehen (vor allem schneller als die Anderen).
    Weiter so.
    Liebe Gruesse aus (dem windigen) Kapstadt
    Stefanie und Michael

  7. Ulla sagt:

    Hallo lieber Boris!
    Was sind das für tolle Fotos, die Ihr da gemacht habt! Eines wie das andere perfekt gestaltet. Wie habt Ihr das mit der Zeiteinstellung bei den Heckwasserfotos gemacht? Oder ist die interssante Verwischung Zufall? Die Bärte lassen Euch ziemlich wild und abenteuerlich aussehen, sie stehen Euch gut.
    Wir finden es sehr spannend, Euren Endspurt nach Kapstadt zu verfolgen, alles Gute weiterhin!
    Liebe Grüße von ULLA

  8. hornblower sagt:

    RESPECT, Mr. Hermann,Mr. Oehme!!
    Leude,Leude,das erste mal auf “Round the World” und dann das…jetzt habt ihr sie im Sack!Ganz schön abgebrühte Taktik habt ihr da hingelegt!
    Weiter so,macht Spass!

  9. Renate und Knut sagt:

    moin lieber Boris, moin lieber Felix,
    die besten Wünsche gehen zu Euch auf den großen Teich…
    angesteckt durch die super Dokumentation fiebern sogar bei uns daheim die Nachbarn mit…
    und ich beginne den Tag mit umfassenden Berechnungen
    auf dem guten alten Sharp und komme schon fast auf die
    Idee: Ihr könntet zum Mittagessen nach Hause kommen,hi.

    73 55
    Knut